Wie lang dauert meine Promotion? 2 Wochen ago

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Promotionsprogramme variieren in Deutschland in Abhängigkeit vieler Faktoren. Da wäre einerseits die Unterscheidung zwischen strukturierter und individueller Promotion. Andererseits spielt die Fachrichtung eine nicht unerhebliche Rolle. Auch wenn die Dauer des individuellen Promotionsvorhabens schlussendlich immer vom Forschungsthema und der Disziplin sowie den Lebensumständen des Forschenden abhängt: In bestimmten Fachgebieten lassen sich Tendenzen erkennen. So erlangen Mediziner den Doktortitel in der Regel am schnellsten, während Geisteswissenschaftler und Ingenieure im Durchschnitt am längsten promovieren. Wie viel Zeit du in deinem Studienfach für die Dissertation einplanen solltest, erfährst du hier.

3 Jahre gilt häufig als Faustregel für die Dauer einer Promotion. Nur wenige Promovierende schließen jedoch tatsächlich innerhalb von 36 Monaten ihre Dissertationen ab. Dazu kommt, dass bis zur Vergabe des Doktortitels häufig noch rund ein Jahr vergeht, wenn man Zeiten für die Beurteilung und die Veröffentlichung der Arbeit einberechnet.

Vollzeitpromovierende schließen in der Regel früher ab als Doktoranden, die berufsbegleitend promovieren. Denn Job und Promotion gleichermaßen unter einen Hut zu bringen, erfordert Hartnäckigkeit und Disziplin.

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Neue Einsichten, Ergebnisse und Datenquellen sorgen nicht selten für Verzögerungen im Forschungsablauf – so planen Promovierende zu Beginn des Forschungsvorhabens rund ein halbes bis ganzes Jahr weniger ein als sie schlussendlich tatsächlich benötigen. Dies gilt vor allem für Individualpromotionen. Strukturierte Promotionsprogramme in sogenannten Graduiertenschulen oder Graduiertenkollegs sind in der Regel standardisierter im Ablauf und führen schneller zum Doktortitel. 3 bis 4 Jahre gelten hier als Richtwert. Individualpromotionen dauern rund ein Jahr länger (4 bis 5 Jahre).

Der Zeitaufwand für die Fertigstellung der Dissertation ist schwer zu pauschalisieren, hängt er doch in erster Linie auch von den persönlichen Lebensumständen wie etwa den Finanzierungsmöglichkeiten und eventuellen familiären Verpflichtungen ab. Im Durchschnitt sind Promovierende beim Abschluss der Dissertation 32 Jahre alt, wobei das Alter im Fachvergleich stark variiert. Die jüngsten Doktoranden finden sich in den wirtschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächern. Ingenieure sowie Sozial- und Geisteswissenschaftler sind bei Beendigung der Promotion in der Tendenz häufiger älter als 34 Jahre als in anderen Fachrichtungen.

Tatsächlich variiert auch die Promotionsdauer über Studienfächer hinweg. So promovieren Geisteswissenschaftler einer Umfrage zufolge mit durchschnittlich 5,1 Jahren am längsten, gefolgt von Ingenieuren mit 5,0 Jahren und Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern mit 4,6 Jahren. Rekordzeiten von 1 bis 3 Jahren schaffen lediglich Mediziner. Die Promotion wird hier häufg im Studium integriert. Statistische Arbeiten, bei der alle Datenquellen bereits vorhanden und qualitativ gut aufbereitet sind, lassen sich im Fach Medizin in 6 bis 12 Monaten realisieren. Experimentelle oder klinische Doktorarbeiten inklusive Datenerhebung dauern hingegen bis zu 3 Jahre. Einen besonderen Fall stellen ebenfalls juristische Promotionen dar. Getrieben durch sich stetig ändernde Gesetzeslagen wird Juristen empfohlen, zügig zu promovieren – in 2 bis maximal 3 Jahren. Auch Mathematiker haben es meist eilig und schließen nicht selten innerhalb des Ziels von 3 Jahren ab. In den Naturwissenschaften, der Informatik sowie der Psychologie sind 4 Jahre ein realistischer Richtwert.

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Headerfoto: Muhammad Rizwan on Unsplash

Infografik:

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