Korrektorat und Lektorat: Das sind die Unterschiede 1 Monat ago

Was ist der Unterschied zwischen Korrektorat und Lektorat?

Die Facharbeit oder Abschlussarbeit ist fertig – geschafft! Oder doch noch nicht ganz. Denn für Bestnoten soll eine Seminararbeit, und natürlich noch mehr ein größerer Abschluss, natürlich auch eine perfekte sprachliche, stilistische und akademische Form haben. Bei der Planung von Bachelor- und Magisterarbeit oder in der Endphase einer Dissertation solltest du deshalb genug Zeit für den abschließenden Blick auf das Ganze haben.

Selbst wenn du sicher bist, dass du dein Bestes gegeben hast, ist es durchaus lohnend, wenn ein zweites Paar Augen hinzukommt. Denn im Laufe der Arbeit vertieft man sich so sehr in die Materie, dass man nicht mehr genug Distanz hat und bisweilen echte Bagatellen übersieht. Ein Korrektorat oder Lektorat trägt viel dazu bei, dass die Arbeit den letzten Schliff bekommt. Aber was leistet ein Korrektorat, und worin besteht der Unterschied zum Lektorat? Und vor allem: Für wen ist was zu empfehlen?

Korrektorat: Hier geht es um die sprachliche Form

Beim Korrekturlesen von Texten geht es nicht um Inhalte, Verständlichkeit oder Stil. Statt dessen werden die Rechtschreibung, die Interpunktion und die Grammatik geprüft. Dabei werden Rechtschreibfehler und grammatische Schnitzer verbessert. Auch die Zeichensetzung wird unter die Lupe genommen. So erhält der gesamte Text eine angemessene und ansprechende sprachliche Form. Das ist das Mindeste, was auch akademische Prüfer*innen von einer ihnen vorgelegten Arbeit erwarten.

Lektorat: Der berühmte rote Faden – und wie er vermittelt wird

Bei einem Lektorat gehen die Leistungen noch über die des Korrektorats hinaus. Natürlich korrigiert auch ein*e Lektor*in orthographische und grammatische Fehler, doch er beschäftigt sich vornehmlich mit der Verständlichkeit und Konsistenz. Es geht darum, ob die Formulierungen sinnvoll und zielführend sind. Der*die Lektor*in beseitigt Füllwörter und Wiederholungen begrifflicher und inhaltlicher Art und poliert Ausdruck und Stil. Außerdem vergewissert er sich, ob der Text durchgehend dem roten Faden der Gliederung folgt, ob man beim Aufbau des Textes noch straffen oder modifizieren sollte, und ob die aufgestellten Behauptungen validiert werden. Die wohl wichtigste Leistung des Lektorats in diesem Zusammenhang ist die Überprüfung der Quellen und die Vollständigkeit und Konsistenz der angewendeten Zitierweise. Ein*e erfahrene*r akademische*r Lektor*in liefert schlussendlich einen Text ab, der sprachlich und fachlich überzeugen kann. Die individuelle Ausdrucksweise des Verfassenden bleiben dabei jedoch so weit wie möglich erhalten.

Korrektorat vs. Lektorat: Was eignet sich für wen?

Das Korrektorat ist das Allernötigste für eine gelungene Arbeit, und es nützt grundsätzlich jedem. Denn ein Tippfehler, ein vergessenes Komma oder ähnliche Fehler schleichen sich selbst bei erfahrenen Verfassern ein – und das Textverarbeitungsprogramm erkennt nicht alle möglichen Schnitzer. Selbst wer funkelnde sprachliche Schöpfungen erstellt und stilsichere Texte verfasst, sollte zumindest bei wichtigen Arbeiten ein Korrektorat nutzen, schon um die berühmte Betriebsblindheit entgegenzuwirken.

Ein Lektorat empfiehlt sich vor allem für Personen, die noch ungeübt beim Abfassen akademischer Texte sind. Denn von den professionellen Lektor*innen kann man viel lernen und sich einige nützliche Tipps abschauen. Wer in den ersten Semestern seines Studiums von einem solchen Lektorat profitiert, gewinnt mehr Sicherheit bei späteren Texten.

Korrektorat plus Lektorat: Das bringt die doppelte Prüfung

Ganz sicher gehst du mit dem doppelten Programm, vor allem wenn es um eine Doktorarbeit oder einen Master geht. Denn hier hat die Bewertung später Konsequenzen für die berufliche Laufbahn. Wenn zunächst ein*e Korrektor*in den Text prüft und dann ein Lektorat durch eine*n weitere*n Experten*in vorgenommen wird, kannst du davon ausgehen, dass ein Text nicht gründlicher bearbeitet werden kann.

So arbeiten die Hüter von Sprache und Stil

Natürlich geht es vor allem beim Lektorat auch darum, dass du nachvollziehen kannst, wie eine Änderung zustande kommt. Aus rein fachlicher Sicht heraus möchtest du vielleicht nicht alles, was ein*e Lektor*in dir ans Herz legt, tatsächlich anwenden. Daher werden die Korrekturen mithilfe der Änderungsaufzeichnung im Textverarbeitungsprogramm erstellt. Was du später akzeptierst und was nicht, liegt bei dir – du kannst auf diese Weise den Umfang der geleisteten Arbeit noch besser abschätzen und von einem*einer Lektor*in lernen. Wenn du den Schritten des Korrektorats bzw. Lektorats folgst, nimmst du davon praktische Erfahrungen mit, die du später anwenden kannst.

Ein*e geübte*r Lektor*in wirft ein Schlaglicht darauf, wie du deine Ausdrucksweise verbessern kannst, ohne dass der eigene Stil dabei verloren geht oder bei den Inhalten Kompromisse gemacht werden müssen. So trägst du die Ergebnisse deiner Forschung effektiver an deine Leser*innen und überzeugst deine Prüfer*innen. Das Beste daran ist, dass ein fachlich versiertes Korrektorat oder ein wissenschaftliches Lektorat nicht teuer sind – besonders gemessen an der Aufwertung, die deine Facharbeit dadurch erfährt. Eine seriöse Agentur ist der perfekte Ansprechpartner für die Vermittlung erfahrener Fachleute zu transparenten Konditionen.

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