Ultimate Guide: Essay schreiben 3 Monaten ago

Ein Essay ist eine kurze Abhandlung über eine wissenschaftliche Fragestellung. Es handelt sich bei einem Essay um einen erklärenden und argumentativen Aufsatz, bei dem der Fokus im Gegensatz zur Hausarbeit nicht auf den Techniken wissenschaftlichen Arbeitens liegt, sondern auf einer überzeugender Argumentation aus der Perspektive des Autors.


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Was sind die Anforderungen an einen Essay?

Beim Schreiben eines Essays kommt es darauf an, eigene Ideen zu entwickeln und zu formulieren. Daraus soll ein argumentativer Text über eine wissenschaftliche Leitfrage oder These entstehen. Es ist wichtig, sich kurz zu fassen, Klarheit zu schaffen und mit wenigen Informationen Argumente zu formulieren.  Ein guter Essay zeichnet sich dadurch aus, dass du keine Aneinanderreihung von wissenschaftlichen Definitionen und Theorien verfasst, sondern andere Standpunkte hinterfragen oder neu denken kannst. Belege von Zitaten und fremden Gedankengut sind dennoch unerlässlich. Pflege in einem Essay einen lockeren Schreibstil und keine hochgestochene Wissenschaftssprache, achte aber darauf, nicht umgangssprachlich zu formulieren.
Darüber hinaus bietet dir ein Essay viele Freiheiten, unter anderem stilistische Mittel, wie Wortspiele oder Redewendungen, dadurch sind aber auch die Anforderungen und Vorgaben von Hochschule zu Hochschule und von DozentIn zu DozentIn verschieden. Vergewissere dich am besten im Voraus bei deinem Betreuer oder deiner Betreuerin, welche Anforderungen sie/er an einen Essay hat.

Wie schreibe ich einen Essay richtig?

I. Die richtige These

Wie auch bei Hausarbeiten, stellst du bei einem Essay vor der eigentlichen Schreibarbeit eine wissenschaftliche Leitfrage oder These auf. Diese Leitfrage oder These sollte eine wissenschaftliche Grundlage, deine Perspektive auf eigene Überlegungen sowie die Eingrenzung des Themas berücksichtigen. Sei konkret! 

Um diese Leitfrage oder These zu finden, hilft es vor dem Schreiben eines Essays, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und dabei gezielt darauf zu achten: Was ist deine Meinung dazu? Was verwundert dich? Was stört dich? Was siehst du anders?

II. Umfang der Literaturrecherche

Steht die These fest, ist es an der Zeit, sich genauer mit der Literaturrecherche auseinander zu setzten. Hier gehen die Meinungen auseinander. Einerseits soll nicht so viel Literatur verwendet werden, sodass dein Thema „zerdacht“ wird. Andererseits gibt es auch gute Argumente für eine gründliche Recherche. Der goldene Weg liegt also bei einem Essay in der Mitte. Einen Hinweis auf jene Mitte findest du innerhalb deines Studiengangs.

III. Struktur und Ordnung

Zentral solltest du dir eine Gliederung für deinen Essay anlegen. Grundsätzlich folgt der Essay dem Aufbau „Einleitung – Hauptteil – Schluss“. Doch vor allem für den Hauptteil solltest du dir überlegen, welche Reihenfolge für deine Argumente sinnvoll ist. Überlege dir dabei, welche Argumente stärker sind und hebe diese hervor. Diese Gliederung sollte durch den Text deutlich werden, da Unterüberschriften im Essay eher unüblich sind.

Tipp 1: Verwende pro Hauptgedanken/Argument einen Absatz und formuliere fließende Übergänge.
Tipp 2: Nutze die Digitalisierung für dich. Am Markt gibt es genug herausragende Softwarehilfe zur Essayerstellung.

VI. Nachbereitung

Nach der eigentlichen Schreibarbeit folgt einer der wichtigsten Punkte: Die Nachbereitung. Diese beinhaltet inhaltliche Überarbeitung, wie zB. Orthographie, Grammatik und Interpunktion, aber daneben solltest du überprüfen, ob deine Argumente wirklich überzeugend wirken oder ob in deiner Argumentationslinie Widersprüche auftauchen.
Überlege, ob eine Änderung der Reihenfolge deine Argumentation verbessern würde, prüfe, ob deine Argumente vielleicht verstärkt werden können und ob du die Gegenargumente ausreichend beleuchtet hast.
Wie immer ist es hilfreich, den Essay von einem Dritten Probelesen zu lassen. Frage deine Korrekturleser gezielt danach, ob deine Argumente schlüssig sind und ob eine nachvollziehbare Struktur zu erkennen ist.

Wie ist ein Essay aufgebaut?

Der Aufbau des Essays teilt sich eigentlich nur in Einleitung Hauptteil und Schluss, wobei du deine Gedanken und Argumente im Hauptteil sinnvoll strukturieren solltest

Einleitung:

In der Einleitung stellst du deine Leitfrage oder These zunächst vor, hierbei solltest du eine Eingrenzung des Themas vornehmen, deine eigenen Position andeuten und vor allem das Interesse des Lesers wecken, denn wenn der/die DozentIn von Anfang an von deinem Thema mitgerissen ist, wirkt sich das mit Sicherheit nicht negativ auf die Bewertung aus. Es bietet sich an, die Einleitung am Ende der Schreibarbeit zu verfassen, da die Schwerpunkte sich bei deinem Essay während der Arbeit noch verschieben können.

Hauptteil:

Im Hauptteil stellst du deine Argumentation gegen oder für die aufgestellte These oder Leitfrage vor. Deine Haltung zum Thema sollte dabei deutlich werden und klar und sachlich begründet sein. Wichtig ist, dass du einer Argumentationsstruktur folgst, ziehe dafür deine aufgestellte Gliederung zurate. Die stärksten Argumente sollte im Hauptteil des Essays im Vordergrund stehen, auch solltest du auf Gegenargumente eingehen und diese sinnvoll entkräften. Gerade schwächere Argumente können durch Beispiele oder Stilmittel wie Metaphern oder Vergleiche untermauert werden. Widme jedem Hauptgedanken oder Argument einen Absatz und verbinde diese mit gelungenen Überleitungen.
Denke im Hauptteil immer daran, dass deine Argumentation das wichtigste im Essay ist, verweile daher nicht zu lange in Erklärungen, oder damit, die Literatur wiederzugeben. Dein Essay wird dadurch nicht interessanter.

Schluss:

Wie in eigentlich jeder wissenschaftlichen Arbeit, ziehst du im Schlussteil eines Essays dein Fazit. Fasse dazu noch einmal deine Argumentation zusammen und mache deine Meinung zur These deutlich. Vermeide es jedoch, zu viele Argumente zu wiederholen und verzichte darauf, neue Argumente einzubringen. Wenn es die These zulässt, kannst du auch einen Ausblick auf weitere Themen oder tiefere Analysen geben.

  Photo by Carl Cerstrand

Kurz und Knapp:

10 Schritte zum perfekten Essay

1. Thema: Es sollte in erster Linie für dich interessant sein, da du dir eine Meinung dazu bilden musst.
2. These: Achte darauf, dass du keine allgemeingültige Aussage, sondern einen streitbare Punkt triffst.
3. Literaturrecherche: Finde  die wichtigsten Quellen heraus und bilde dir deine Meinung dazu!
4. Stichhaltige Argumente: Fasse nicht die Literatur zusammen, um hinzuzufügen: „Das sehe ich auch so“ – Vielmehr sollten deine Argumenten auch deine eigenen sein.
5. Sinnvolle Gliederung: Sortiere deine Argumente nach Gewichtung, nenne die stärksten zu erst.
6. Richtige Sprache: Halte dich beim Schreiben des Essays an deine Gliederung und versuche den richtigen Ton zu treffen! Vermeide einen zu aufgesetzten Schreibstil, verfalle aber auch nicht in Umgangssprache.
7. Thesenbezogenes Fazit: Fasse im Schlussteil deine Argumentation zusammen und finde dein Fazit, dabei solltest du dich konkret auf die These beziehen!
8. Einleitung zum Schluss: Formuliere erst im Anschluss an die Schreibarbeit deine Einleitung! Stelle hier deine Leitfrage vor, beziehe dich auf die gesetzten Schwerpunkte und wecke das Interesse des Lesers.
9. Nachbereitung: Wenn dein Essay fertig ist, überprüfe die Reihenfolge und Schlüssigkeit der Argumente! Plane zudem ausreichend Zeit ein, um deinen Essay von einem Korrekturleser überprüfen zu lassen.
10. Das richtige Werkzeug: Nutze Auratikum um den perfekten Essay zu schreiben! Durch den digitalen Schreibhelfer inspiriert durch die Zettelkastenmethode von Luhmann gelingt der eigene Essay im Handumdrehen. Probiere es gleich kostenlos aus!

Header Photo by Chris Spiegl

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