Von der Zettelwirtschaft zum Zettelkasten 4 Jahren ago

„Das merke ich mir.“ – Die Nr. 1 der Uni-Lügen

Wie ich arbeiten viele Studenten immer wieder nach dem gleichen Schema:
Wurde das Hausarbeitsthema erst einmal festgelegt, werden Suchmaschinen konsultiert und Bücher ausgeliehen. Eine Idee vom Thema bekommen ist das Ziel der ersten Etappe des Marathons, dessen Strecke im Vorfeld doch so übersichtlich erscheint: Recherche, Gliederung, Schreiben. Kurz gesagt: Suchen und Finden – das kann doch nicht so schwer sein. Tatsächlich wird in dieser ersten Zeit viel gefunden: Interessante Zitate, nützliche Belege, Beispiele und Überleitungen, spannende Diskussionsansätze und Kontrapositionen und jede Menge weitere Informationen, die im entferntesten Sinn das Thema treffen. Das Problem: Bevor auch nur ein eigenes Wort seinen Weg auf das (virtuelle) Papier schafft, ist die Hälfte der Ideen bereits im Nirvana abgetaucht.

Aus „Das merke ich mir“ wird „Wo war denn eigentlich…?“

Wer diesem Problem ein für alle Mal den Kampf ansagen will, trifft nun auf neue digitale Lösungen, die das Zettelkastensystem von Niklas Luhmann studentenfreundlich in die Praxis umsetzen. Digitale Zettelkästen wie Auratikum sparen Zeit und Mühe, indem sie das „Suchen und Finden“ so leicht wie noch nie zuvor machen. Und das lange, bevor überhaupt Chaos im Kopf entstehen kann.

Effektives wissenschaftliches Arbeiten mit dem digitalen Zettelkasten


Photo by Andrew Neel

Im digitalen Zettelkasten werden Notizzettel nach einem einheitlichen Muster erstellt und anschließend mit aussagekräftigen Schlagworten und Quellverweisen versehen. Das Beste daran? Inhaltlich verwandte Notizen lassen sich sogar untereinander verbinden, um Gedankengänge später genau nachbilden zu können. Das beliebig erweiterbare System aus Gedanken und Notizen wird schrittweise zum digital ausgelagerten Gedächtnis mit Suchmaschinen Feature. Ein hölzernes Kästchen ist dafür selbstverständlich nicht mehr vonnöten. Die Suche nach archivierten Ideen anhand von selbst definierten Schlagworten funktioniert ganz ohne Blättern in Papierhaufen. Ein erster Schreibentwurf für die Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Masterarbeit lässt sich per Drag and Drop unmittelbar im Zettelkasten generieren und bequem exportieren – zur weiteren Verarbeitung in Microsoft Word oder LaTeX.

Der Vorteil eines digitalen Zettelkastensystems gegenüber einer zusammenkopierten Word-Datei aus Notitzen? Die digitalen Zettel bleiben einzeln einseh- und veränderbar, können jedoch auch beliebig verschoben und kombiniert werden. Auf diese Art und Weise ist ein digitaler Zettelkasten übersichtlich und hilft gleichermaßen dabei, Verbindungen zwischen Gedankengängen zu erkennen, die andernfalls in der Masse der Informationen verborgen blieben. (Warum Ordnung der Schlüssel zu wahrer Kreativität ist, liest du übrigens hier). Zudem sind die meisten digitalen Zettelkästen heute von mehreren Endgeräten aus in einer Browserversion zugänglich – falls unterwegs einmal Geistesblitze dokumentiert werden müssen.

Der Zettelkasten als stetiger Wissensbegleiter

Es kann sinnvoll sein, bereits parallel zur Bearbeitung von Texten im Rahmen des Selbststudiums – und nicht erst mit Beginn eines konkreten wissenschaftlichen Schreibprojekts wie etwa einer Hausarbeit – mit der Pflege des persönlichen digitalen Zettelkastens zu beginnen. Auf diese Art und Weise entwickelt sich der Zettelkasten wahrhaftig zu einem zweiten Gedächtnis, das kontinuierlich wächst und dessen Informationen für sämtliche zukünftige Projekte des wissenschaftlichen Arbeitens zur Verfügung stehen. Luhmann selbst hütete in seinem Zettelkasten rund 90.000 Zettel – und schaffte auf dieser Basis seine bedeutende, international angesehene Sozial- und Gesellschaftstheorie.

Du möchtest den digitalen Zettelkasten direkt ausprobieren? Dann nichts wie los!

Noch mehr Infos zum Thema Studium mit Zettelkasten gibt’s hier:

Warum jeder Student Niklas Luhmanns Zettelkasten kennen sollte

3 Situationen im Studium, in denen dir ein digitaler Zettelkasten hilft

Zum großen Check der nützlichsten Software für Studenten geht’s außerdem hier:

Die beste Software für Studium und Forschung 2018

Headerfoto by Kelly Sikkema on Unsplash

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