Perfekt vorbereitet in die Verteidigung der Masterarbeit 2 Monaten ago

Die Masterarbeit ist abgegeben, einige Wochen sind vergangen und der Termin der Verteidigung rückt näher. Ein ungutes Gefühl macht sich breit: Welche Fragen werden mich erwarten? Worauf sollte ich mich vorbereiten? Erstaunlicherweise bereitet das Kolloquium zur Abschlussarbeit – wie die Verteidigung häufig auch genannt wird – nicht wenigen Studenten Kopfschmerzen. In den meisten Fällen ist das jedoch völlig unbegründet. Schließlich ist der Hauptteil der Arbeit schon getan und es geht lediglich darum, die Kernpunkte der Thesis mündlich mit einem Fachgremium zu diskutieren. Nach monatelanger intensiver Auseinandersetzung mit einem Thema haben Masteranden gute Gründe mit ruhigem Gewissen in die Verteidigung zu starten.

Du brauchst noch ein paar Tipps zur Vorbereitung? Dann bist du hier genau richtig!

1. Sei selbstbewusst und denke positiv

Wie eigentlich bei allen Dingen im Leben – ob im akademischen oder außeruniversitären Alltag – gilt: Die eigene Einstellung ist der erste Schritt zum Erfolg. Nervosität gehört zu jeder Prüfungssituation. Den Begriff „Verteidigung“ solltest du dennoch nicht zu wörtlich nehmen. Das Kolloquium ist kein Kampf gegen „böse“ Fachbetreuer, sondern in erster Linie ein Gespräch zum Austausch unter Experten, zu denen auch du jetzt gehörst. Wenn du dein Masterarbeitsthema sorgfältig bearbeitet hast, werden deine Fachbetreuer nicht das Ziel haben, dich bloßzustellen. Vielmehr geht es darum, offene inhaltliche Fragen zu klären und angewandte Methoden zu reflektieren. Sieh‘ das Kolloquium daher auch als Chance Unklarheiten aus dem Weg zu räumen und deine Betreuer von deiner Arbeit zu überzeugen. Mache dir klar, dass du selbst ohne Vorbereitung mehr Wissen zu deinem Masterarbeitsthema hast als der Großteil deiner Kommilitonen – und dass du deshalb den Fragen der Prüfungskommission gewappnet sein wirst.

2. Informiere dich über die formalen Anforderungen

In der Regel dauert ein Kolloquium zwischen einer halben und einer Stunde. An den meisten Universitäten und Hochschulen beginnt die Verteidigung mit einem von dir vorbereiteten Teil, in dem du die Kernthesen, Methoden und Ergebnisse deiner Masterarbeit kurz vorstellst. Im Anschluss haben deine Betreuer Möglichkeiten Fragen zu stellen und einzelne Aspekte der Arbeit mit dir zu diskutieren. Um den Umfang deiner Präsentation im vorgegebenen Rahmen zu halten, informiere dich unbedingt über den Ablauf der Verteidigung. Auch die erlaubten Hilfsmittel können von Universität zu Universität oder sogar zwischen Fakultäten und Lehrstühlen variieren – zum Beispiel, ob du eine Powerpoint-Präsentation vorbereiten sollst oder nicht. Wichtig ist auch, die zeitlichen Vorgaben unbedingt einzuhalten. Von Masterstudenten wird erwartet, dass sie die Regeln des Zeitmanagements beherrschen und ihre Ideen präzise und komprimiert auf den Punkt bringen.

3. Konzentriere dich auf das Wesentliche und sei kritisch

Gerade wenn du lange an einem Thema gearbeitet hast, fällt es manchmal schwer, die Abschlussarbeit in wenigen Minuten zusammenzufassen. Denke jedoch daran, dass es bei der Verteidigung nicht darauf ankommt, jede Einzelheit der Thesis nachzuerzählen. Eine Kurzpräsentation bietet die Chance, aus deiner Masterarbeit eine überzeugende Geschichte zu machen. Kleinigkeiten können deine Betreuer jederzeit in deiner Arbeit nachlesen. Konzentriere dich daher auf die wichtigsten Forschungsfragen und Erkenntnisse und stelle diese überzeugend dar, ohne dabei einen kritischen Blick auf deine Vorgehensweise zu verlieren. Nicht selten werden Fragen zu alternativen Methoden oder Lösungsansätzen im Diskussionsteil thematisiert. Mache dir also auch klar, dass deine verwendeten Methoden und Ergebnisse selten allumfassend sind. Wenn du deine Kurzpräsentation mit einem Ausblick auf weitere Forschungsansätze und alternative Lösungswege beendest, hast du bereits eine gute Überleitung zum Diskussionsteil geschaffen. Halte dich also nicht ausschließlich an die Gliederung deiner eigenen Abschlussarbeit, sondern blicke bei deiner Vorbereitung auf die Verteidigung auch über den Tellerrand.

4. Sei auf gängige Fragen vorbereitet

Nicht nur die Auseinandersetzung mit Forschungslücken, die über die eigene Abschlussarbeit hinausgehen, ist ein beliebter Ansatzpunkt für weitere Diskussion. Fachbetreuer bedienen sich nicht selten aus einem Pool an Fragen, die sich in Art und Zielsetzung ähneln. Selbstverständlich gilt dies nicht für jedes Thema und jedes Kolloquium gleichermaßen. Dennoch lohnt sich ein Blick auf gängige Diskussionsansätze, um sich optimal auf die Verteidigung vorzubereiten:

– Anbindung des Themas an die Praxis

– Übertragung einer behandelten Theorie auf andere Forschungsgebiete

– Stellungnahme zu Kritikpunkten eines Betreuers

– Persönliche Meinung zu einem in der Arbeit erläuterten Sachverhalt

– Aufgetretene Probleme bei der Bearbeitung des Themas und rückblickende Evaluierung der eigenen Vorgehensweise

Zusammenfassend ist es also hilfreich, das Thema auch unter alternativen Blickwinkeln betrachten zu können. Eindruck hinterlässt z. B., wer sich über das aktuelle Weltgeschehen informiert hält und Verbindungen zum eigenen Thema findet. Dies beweist schließlich, dass deine Masterarbeit dich fachlich bereichert hat und du nun in der Lage bist, dich interdisziplinär mit deinem Thema auseinanderzusetzen.

5. Beachte die Grundregeln des Präsentierens

Eine überzeugende Präsentation steht und fällt auch mit deinem äußeren Erscheinungsbild und deinem Präsentationsstil. Achte darauf, frei zu sprechen und dein Expertenwissen durch entsprechende Fachbegriffe zum Ausdruck zu bringen, ohne Sachverhalte dabei unnötig zu verkomplizieren. Auch ein professioneller Kleidungsstil ist dem Kolloquium angemessen. Verkleiden sollte sich zwar niemand, ein gepflegtes Äußeres macht jedoch immer Eindruck und hilft dir ebenfalls dabei, selbstbewusst aufzutreten. Im Internet finden sich zahlreiche Tipps von Kommunikationstrainern zum Erstellen und Halten von Präsentationen, die Eindruck hinterlassen. Mit der richtigen Präsentationstechnik wirkst du kompetent und kannst dich ruhig und gelassen allen Fragen deiner Fachbetreuer stellen.

6. Nutze die ‚Digitale Revolution‘ zu deinem Vorteil

Am allerwichtigsten bei der Verteidigung deiner Masterarbeit ist, dass du selbst nicht den Faden verlierst. Auratikum unterstützt dich im Laufe deines gesamten Recherche- und Schreibprozesses, aber auch darüber hinaus, indem es alle deine Ideen sicher an einem Platz aufbewahrt und du Verbindungen zwischen Gedanken immer wieder nachvollziehen und visualisieren kannst. Sammle die Grundthesen deiner Masterarbeit in Auratikum und strukturiere deine Gedanken mit Schlagwörtern und in Gliederungen. So kannst du den Ablauf deiner Verteidigung bis ins Detail planen und selbst unübersichtliche Inhalte werden von dir kinderleicht durchschaut:

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Wir hoffen, diese Tipps helfen dir bei deiner Vorbereitung auf das Kolloquium! Das Auratikum-Team wünscht dir viel Erfolg!

 

Header Photo by De Pere

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