7 Schritte zum Literaturverzeichnis für die Masterarbeit 4 Monaten ago

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Schritt 1: Warum braucht meine Masterarbeit ein Literaturverzeichnis ?

Das Literaturverzeichnis ist für jede wissenschaftliche Arbeit, ob Hausarbeit, Bachelor- oder Masterarbeit sowie Dissertation, unerlässlich. Der respektvolle Umgang mit fremdem Gedankengut und der wissenschaftlichen Arbeit anderer gebietet es, solches zu kennzeichnen. Im Literaturverzeichnis sind alle direkt zitierten oder sinngemäß verwendeten Quellen anzugeben. Weitere Literatur, die nicht direkt verwendet wurde, wird in der Regel nicht angegeben, jedoch können die Richtlinien verschiedener Universitäten oder Fakultäten von dieser Praxis abweichen. Auf jeden Fall sollte aber gekennzeichnet werden, bei welchen Quellen es sich um indirekt verwendete Literatur handelt. Die im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen sind schon im laufenden Text zu zitieren, den richtigen Zitierstil findest du hier: Zitations-Blogbeitrag. In der Masterarbeit verdient das Literaturverzeichnis einen eigenen Gliederungspunkt.

Schritt 2: Welche Angaben gehören in das Literaturverzeichnis?

Das Ziel eines Literaturverzeichnisses ist, dass jede verwendete wissenschaftliche Quelle möglichst einfach wiedergefunden werden kann, daher gehört in jede Literaturangabe Autor, Titel, Auflage, Erscheinungsjahr und -ort sowie der Verlag. Bei mehreren Autoren oder Verlagen werden sämtliche mit angeführt. Wurde eine Quelle nicht von einer Person, sondern von einer Institution herausgegeben, ist selbstverständlich diese anzugeben (z.B. „Der Deutsche Bundestag“). Die einzelnen Literaturangaben unterscheiden sich jedoch darin, welche Art von Quelle verzeichnet wird.

Monographie:

Die Literaturangabe einer Monographie sollte den Autor mit Vor- und Nachnamen, das Erscheinungsjahr, Titel und Untertitel, die Auflage, sofern es sich nicht um die Erstauflage handelt, sowie Erscheinungsort und Verlag beinhalten.

Muster: Autor (Jahr): Titel. Untertitel. Reihe Band. Auflage. Erscheinungsort: Verlag.

Sammelband(beitrag):

Bei der Angabe eines Sammelbandes wird zusätzlich der Herausgeber sowie die Reihe des Bandes angegeben. Unterschieden wird auch, ob aus dem kompletten Band oder nur aus einem Beitrag zitiert wurde.

Muster Sammelband: Autor (Hrsg.) (Jahr): Titel. Untertitel. Reihe Band. Auflage. Erscheinungsort: Verlag.

Muster Sammelbandbeitrag: Autor (Jahr): Titel. Untertitel. In: Autor (Hrsg.): Titel Sammelband. Untertitel. Reihe Band. Erscheinungsort: Verlag, Seitenangabe.

Zeitschriftenaufsatz:

Zu einem Zeitschriftenaufsatz gehört zwingend der Titel des Aufsatzes, der Name der Zeitschrift, die Heftnummer, der Jahrgang und die Seitenzahl, wo der Beitrag zu finden ist.

Muster: Autor (Jahr): Titel. Untertitel. Zeitschrift Jahrgang (Heftnummer), Seitenangabe.

Zeitungsartikel:

Muster: Autor (2015): Titel. Zeitung. Erscheinungsdatum, Seitenzahl.

Graue Literatur:

Muster: Autor (Jahr): Titel. Untertitel. Ggf. Nummerierung. Veröffentlichungszusammen hang/Institution. Ggf. Internetquelle.

Offizielle Dokumente:

Muster: Autor/Institution (Jahr): Titel. Untertitel. Dokumentennummer. Erscheinungsdatum. Ggf. Internetquelle.

Internetquellen:

Muster: Autor/Institution (Jahr): Titel. Untertitel. Erstellungsdatum/letzte Änderung. Internetadresse. Aufgerufen am: Datum.

Bei mehreren Autoren werden im Literaturverzeichnis sämtliche genannt und durch ein „/“ getrennt.

Schritt 3: Die Gattung wissenschaftlicher Literatur richtig erkennen.

Um die Quelle korrekt anzugeben, muss die Gattung richtig bestimmt werden. Hier besteht allerdings Fehlerpotenzial. Die häufigsten Verwechslungen sind hier aufgeführt:

Monographien und Sammelbände:

Monographien sind Werke über ein Thema, auch wenn mehrere Autoren mitgewirkt haben und verschiedene Beiträge enthalten sind. Daher werden Monographien oft mit Sammelbänden verwechselt. Der Unterschied besteht darin, dass in einem Sammelband Beiträge von mehreren Autoren zu verschiedenen Themen gesammelt werden. Ein Beispiel für eine Monographie wäre „Das Regierungssystem der BRD“, ein Sammelband hingegen könnte „Die Regierungssysteme Europas“ heißen.

Zeitschriften und Zeitungen:

Der Unterschied zwischen einem Zeitschriftenaufsatz und einem Zeitungsartikel besteht darin, dass ein Zeitschriftenaufsatz aus einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift stammt und ein Zeitungsartikel aus einer Tages- oder Wochenzeitung wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung oder die Süddeutsche Zeitung.

Graue Literatur:

Unter Grauer Literatur versteht man Publikationen, die nicht kommerziell veröffentlicht wurden und deshalb häufig schwer zugänglich sind. Es kann sich dabei um Kongress- oder Tagungsberichte, Sitzungsprotokolle, Informationsbroschüren oder Flugblätter handeln.


Photo by Laura Kapfer

Schritt 4: Die richtigen Abkürzungen im Literaturverzeichnis verwenden.

Um das Literaturverzeichnis nicht unnötig in die Länge zu ziehen, sind gewisse Abkürzungen üblich.

Zum einen wird „Seite(n)“ niemals ausgeschrieben, sondern durch ein schlichtes „S.“ abgekürzt. In manchen Fällen kann selbst dieses weggelassen werden und nur noch die Seitenzahl genannt werden.

Fehlende Angaben über Erscheinungsort oder -jahr werden entweder durch „O.A.“ (Ohne Angabe) und/oder „O.O.“ (Ohne Ort) bzw. „O.J.“ (ohne Jahr) abgekürzt.

Ist kein Autor und auch keine Institution angegeben, wird die Angabe durch „O.V.“ (Ohne Verfasser) ersetzt, das ist häufig bei Grauer Literatur der Fall.

Für wissenschaftliche Zeitschriften gibt es gängige Abkürzungen. Wenn diese im Literaturverzeichnis angegeben werden, sollte darauf geachtet werden, dass diese Abkürzungen allgemein bekannt sind und einheitlich verwendet werden. Selbst ausgedachte Abkürzungen sollten nicht verwendet werden.

Schritt 5: Die richtige Reihenfolge im Literaturverzeichnis.

Grundsätzlich werden die Literaturangaben in alphabethischer Reihenfolge der Nachnamen der Autoren oder herausgebenden Institutionen aufgelistet. Wird ein Autor mit verschiedenen Werken zitiert, werden diese in chronologischer Reihenfolge aufgelistet. Haben zwei oder mehr Autoren den selben Nachnamen, geht es nach Vornamen. Bei mehreren Verfassern eines Werkes wird der im Buch zuerst genannte Autor alphabetisch einsortiert.

Schritt 6: Literaturverzeichnis von Anfang an.

Sobald ein Werk zum ersten Mal zitiert oder paraphrasiert wird, sollte es korrekt ins Literaturverzeichnis eingefügt werden. Das erspart Zeit und Stress bei der Fertigstellung der Masterarbeit.

Schritt 7: Literaturverzeichnis erstellen lassen

Es stehen mittlerweile viele technische Möglichkeiten zur Verfügung, die bei der Erstellung eines Literaturverzeichnisses hilfreich sind. Teste aus, womit du dich am besten zurecht findest und erleichtere dir deine Arbeit.

Kurz und Knapp:

7 Schritte zum Literaturverzeichnis für die Masterarbeit

Schritt 1: Arbeite gewissenhaft und respektvoll mit fremdem Gedankengut!

Schritt 2: Kennzeichne jede verwendete Quelle so, dass jede/r Leser oder Leserin deiner Arbeit die Originalquelle wiederfinden kann! Informiere dich gegebenenfalls bei deiner Universität, welche exakten Vorgaben es gibt!

Schritt 3: Vergewissere dich, welche Art von Quelle du verwendest! Hilfreiche Angaben dazu findest du am Anfang des Buches.

Schritt 4: Verwende die richtigen Abkürzungen! Dein Literaturverzeichnis wird viel zu lang werden, wenn zum Beispiel „Seite“ oder „Herausgeber“ ständig ausgeschrieben werden. Informiere dich, welche Abkürzungen an deiner Hochschule üblich sind.

Schritt 5: Sortiere die Literaturangaben alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors! Das ist hilfreich, um die Quelle im Literaturverzeichnis wiederzufinden.

Schritt 6: Hebe dir die Arbeit des Literaturverzeichnisses nicht bis zum Schluss auf! Trage jedes Werk ein, sobald es zitiert wurde!

Schritt 7: Nutze das perfekte Werkzeug für die Erstellung deines Literaturverzeichnisses: Auratikum

Wusstest du schon, wie du herausfindest, ob du die gesamte Literatur zu deinem Bachelor- oder Masterarbeitsthema gefunden hast? Hier geht’s zum Blogbeitrag!

Zur ultimativen Schritt-für-Schritt Anleitung zur Erstellung eines automatischen Literaturverzeichnisses in Microsoft Word, geht’s außerdem hier!

Header Photo by Patrick Tomasso

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